Wissenswertes 

Zuerst kamen die Wohlhabenden

Mit dem Bau des Hotels Belalp im Jahre 1858 wurde mit einem Male ein ausgesprochen exklusives Angebot für wohlhabende Gäste geschaffen. Als besonderer Anziehungspunkt galt ohne Zweifel der Grosse Aletschgletscher in der Nähe und der weite Blick auf das eindrückliche Panorama der Walliser Alpen. Die Belalp galt ebenfalls als Ausgangspunkt für Bergtouren in der Umgebung. 

Diese Mischung zog auch international bekannte Persönlichkeiten wie Henri Dunant und den englischen Premierminister Lord Asquith an. Mit dem Bau der Strasse und der Eröffnung des Gasthauses Blatten, dem späteren Blattnerhof, im Jahre 1934 wurde der Natischer Berg auch für eine breitere Gästeschicht zugänglich und erschwinglich.

Mit der Seilbahn Blatten – Belalp, die im Jahre 1954 eröffnet wurde und im Winter 1957/58 zum ersten Male den Winterbetrieb aufnahm, wurden die Grundlagen für den Wintersport und damit für den Wintertourismus geschaffen. An Ostern 1964 nahm der Schönbiellift als erste rein dem Wintersport gewidmete Transportanlage auf der Belalp seinen Betreib auf. 1972 mit dem Sparrhornlift und 1983 mit dem Hohstocklift erfuhr das Skigebiet einen entscheidenden Ausbau. Der Ausbau der Zubringerbahn führte dazu, dass immer mehr Gäste den Weg auf die Belalp fanden – im Winter und im Sommer. Die touristische Entwicklung hat das Gebiet stark verändert. In den 1850er-Jahren bot das Hotel Belalp seinen Gästen eine rein bergbäuerliche Umgebung, die von Schlichtheit und Armut geprägt wurde. Zeugen dieser versunkenen Welt sind heute noch der alte Dorfteil von Blatten und auch die alten Alphütten auf Bel und auf der Lüsga, die freilich längst schon Ferienzwecken dienen.