Wissenswertes 

Der Aletschwald

Der Aletschwald gehört sicher zu den schönsten Bergwälder Europas. Den Hauptbestand der Bäume bildet die Arve: mit ihrer ausgesprochenen Widerstandsfähigkeit, ihrem langsamen und standhaften Wuchs trotzt sie sommerlicher Trockenheit, winterlichen Stürmen, Eis und Schnee.

Der Aletschwald begann sich nach dem Rückgang des Grossen Aletschgletschers am Ende der Eiszeit vor 11’700 Jahren zu entwickeln. Die Einwanderung der Pflanzen verlief ähnlich wie heute im Gletschervorfeld: zuerst kamen Gräser und Kräuter auf, kurz darauf folgten Birken und Weiden. Vor rund 8500 Jahren wanderte die Lärche und vor 8000 Jahren die Arve ein. Heute ist die Arve mit 63% die dominierende Baumart im Aletschwald, gefolgt von der Lärche mit 27%. Untersuchungen haben ergeben, dass die ältesten Arven und Lärchen zwischen 500 und 600 Jahre alt sind. Tausend Jahre alte Bäume sind bis jetzt noch nicht gefunden worden.

Der Aletschwald ist ein sogenannter Schlusswald (Klimaxwald), der sich ohne Einfluss des Menschen in seiner Zusammensetzung kaum mehr wesentlich verändert.

1933 wurde der Aletschwald unter Schutz gestellt und so vor seinem sicheren Untergang durch Übernutzung wie Holzschlag, Beweidung, Jagd und Sammeln von Pilzen und Beeren bewahrt.

Helfen Sie mit, dieses grossartige Schutzgebiet zu erhalten und bewegen Sie sich bitte nur auf den vorgesehenen Wegen.