Wissenswertes 

Warum Rainer Maria Rilke in Raron die letzte Ruhe fand

Auf seinen eigenen Wunsch wurde Rainer Maria Rilke nach seinem Tod am 29.12.1926 bei der Burgkirche zu Raron begraben. Sein Grab ziert die selbstgewählte und verschiedentlich interpretiere Inschrift:

 

«Rose,

oh reiner Widerspruch,

Lust, Niemandes Schlaf zu sein

unter soviel Lidern.»

 

 

Rainer Maria Rilke reiste im Juni 1919 in die Schweiz, um den Nachkriegswirren zu entkommen. Die lange Suche nach einem geeigneten Wohnort endete im Sommer 2011, als Rilke im Château de Muzot oberhalb von Sierre eine passende Bleibe gefunden hatte. Sein Mäzen Werner Reinhart erwarb im darauf folgenden Frühling das Schlösschen und überliess es Rilke zur freien Benützung.

In dieser Zeit lernte Rilke die Vorzüge des Landstrichs am Ufer der Rhone kennen und verfügte in seinem Testament, dass er bei der Burgkirche zu Raron seine letzte Ruhe finden wollte.