Wissenswertes 

Warum kleine Wollköpfchen Tümpelufer verzieren

In Feuchtgebieten der Alpen sind manche Tümpelufer von hübschen weissen Wollköpfchen umgeben. Auf das geschützte Scheuchzers Wollgras Eriophorum scheuchzeri kann man von Juni bis August treffen. Die Pflanze kommt in allen Hochgebirgen der nördlichen Erdhalbkugel vor.

Geeigneten Lebensraum findet die Pflanze oberhalb der Waldgrenze in Flachmooren und verlandenden Gewässern. Sie ist zudem in allen arktischen Gebieten von Skandinavien über Sibirien, Alaska, Grönland bis Island verbreitet. Das Scheuchzers Wollgras, auch Alpen-Wollgras genannt, gehört zur Familie der Sauergrasgewächse. Die krautige Pflanze überdauert mehrere Jahre und wird zwischen 10 und 35 cm hoch. Sie hat binsenförmige, runde Blätter. Ihre dicht weiss-wolligen, kugeligen Ähren mit einem Durchmesser von ca. 2 cm stehen je einzeln am Ende eines runden Stängels. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Diese Wollgrasart wächst auf nassen Torfböden, die eher nährstoffarm sind. Geeignete Standorte sind alpine Niedermoore, Tümpel und Verlandungszonen stehender Gewässer in Höhen von 1500 bis 2500 m ü. M.. Das Wollgras trägt mit seinen weit in das Wasser vordringenden, langen, rotbraunen Sprossen (Ausläufern) selber dazu bei, dass die Gewässer und Moore nach und nach trockengelegt werden.