Wissenswertes 

Der bärenstarke Baschi aus dem Oberwallis

Der Wäger Baschi aus Geschinen, wohl der bekannteste aller Säumer, lebte von 1759 bis 1832. Er war ungewöhnlich gross und beeindruckte seine Zeitgenossen mit unbändiger Kraft. Schon als Kind war er durch seine Kraft und Statur aufgefallen. Kein Wunder, dass sich um seine Person auch die verschiedensten Mythen und Geschichten rankten.

 

Eines Tages hatte der Baschi etwas Verspätung beim Beladen des Maultieres. Alle anderen Säumer waren schon aufgebrochen. «Ich finde den Weg auch allein», soll er vor sich hin gemurmelt haben, als er hinter seinem Maultier den Weg zum Grimselpass unter die Füsse nahm. Als er den Wald oberhalb von Guttannen erreichte, lag plötzlich eine Tanne quer über den Weg.

Baschi brauchte nicht lange, um festzustellen, dass ihm hier jemand einen üblen Streich gespielt hatte. Voller Zorn begann er, dem Baum armdicke Äste abzureissen, bis ein schmaler Durchgang entstand. Er liess sich hart am Stamm nieder, nahm Maultier und Last auf seinen Rücken und überquerte das Hindernis. Dann trottete er in gemütlichem Schritt weiter. Die anderen Säumer, die sich hinter einer Felswand versteckt hielten, hatten nachher über eine Stunde Arbeit, bis sie ihren Weg fortsetzen konnten.