Wissenswertes 

Wege entstehen, indem man sie geht

Seit langer Zeit sind direkte Verbindungen über die Berge attraktiv: durch die stetige Nutzung sind auf Passhöhen Wege entstanden, zunächst Trampelpfade, die sorgfältig an die natürlichen Bedingungen angepasst waren. In der Welterbe-Region liegen drei Passübergänge: Gemmi-, Lötschen- und Grimselpass.

 

In der Welterbe-Region liegen drei Passübergänge mit einer langen Geschichte: Archäologische Funde lassen vermuten, dass bereits Kelten und Römer diese Passhöhen als direkte Verbindung zwischen Norden und Süden nutzten.

Während langer Zeit waren Lötschen- und Gemmipass für Bern die wichtigste Südverbindung nach Italien und für das Wallis die direkteste Verbindung zu den verbündeten Eidgenossen im Norden. Die Gemmi war wegen zu grosser Lawinengefahr der Sommerweg, der Lötschenpass hingegen der Winterweg, mit eingeschneiten Spalten war die Begehung einfacher.

Der Saumweg über die Grimsel verband als Verkehrsweg zusammen mit dem Griespass und dem Brünigpass die Zentralschweiz und das östliche Oberland mit den oberitalienischen Märkten.

Die Eröffnung der Gotthardbahn 1882 verminderte die Bedeutung dieser Nord-Süd Verbindungen und brachte den Saumverkehr zum Erliegen. Heute werden diese Passwege immer noch, jedoch anders genutzt: die ehemaligen Saumpfade über Gemmi, Lötschenlücke und Grimsel dienen heute vor allem Touristen als Wanderwege, auch die Ende 19. Jh. gebaute Passtrasse über die Grimsel wird vor allem für Freizeitverkehr genutzt.