Wissenswertes 

Wie das Hotel Jungfrau-Eggishorn ein jähes Ende fand

Am Fusse des Eggishorns begann 1856 die Belle Époque des alpinen Tourismus: Der Fiescher Alexander Wellig baute mit der Unterstützung eines britischen Geldgebers das Hotel Jungfrau-Eggishorn. Was als einfaches Gasthaus mit 30 Betten begann, wurde unter der Führung von Emil Cathrein zu einem eigentlichen Hotelkomplex ausgebaut, der mit seinen 102 Betten einem Grand-Hotel durchaus ebenbürtig war.

Zum Betrieb gehörten eine ausladende Aussichtsterrasse, ein eigenes Postbüro, ein Kiosk, zwei Kapellen und ein Tennisplatz. Auf einem für damalige Verhältnisse gut ausgebauten Saum- und Reitweg (der heutige Herrenweg) erreichten die Touristen die gastliche Stätte. Ob einfache Gaststätte oder Luxus-Hotel: Fiesch-Eggishorn erfreute sich während Jahrzehnten grosser Beliebtheit als Ausgangspunkt zu so bekannten und eindrücklichen Sehenswürdigkeiten wie dem Eggishorn, dem Grossen Aletschgletscher und natürlich dem Märjelensee. Das Haus diente auch vielen Alpinisten als Basislager für Bergtouren in der Umgebung. Mit dem Bau der Seilbahn auf das Eggishorn im Jahre 1968 ging die Pionierzeit des Tourismus zu Ende. 1972 wurde das Hotel unter nie ganz geklärten Umständen ein Raub der Flammen...