Wissenswertes 

Wie Sportarten im Lauterbrunnental zu touristischen Attraktionen wurden

Mit dem Gipfelsturm der Pioniere und dem Bau der ersten Bergbahnen stand der Tourismus im Lauterbrunnental erst an seinen Anfängen. Pioniergeist, Sinn für Innovation und unkonventionelle Ideen bei gleichzeitiger Bodenhaftung und Wirklichkeitssinn brachten die Talschaft weiter voran auf dem Weg hin zu einem wirtschaftlich tragfähigen Tourismus. Und oft hatten die Lauterbrunner den richtigen Riecher und setzten neue Trends.

In Wengen wurde 1904 der erste Ski-Club der Schweiz gegründet. Im Jahre 1912 entstand die Allmendhubelbahn, die eine für damalige Zeiten hochmoderne Bob-Bahn erschloss. 1928 wurde in Mürren das erste Inferno-Rennen ausgetragen, 1930 in Wengen das erste Lauberhornrennen, in Mürren wiederum die erste alpine Skiweltmeisterschaft. Und 1937 bügelten am Schiltgrat die ersten Skifahrer an einem Lift an – es war erst die dritte derartige Schleppanlage in der Schweiz. Bis heute hat sich der Sinn für Neues im Lauterbrunnental gehalten. 1993 fand zum ersten Male der Jungfrau-Marathon statt. Er gilt unter Kennern als der schönste Bergmarathon der Welt – und auch als der bekannteste. Die 42,2 Kilometer lange Rennstrecke beginnt im Herzen von Interlaken und endet mehr als 1500 Höhenmeter später auf der Kleinen Scheidegg. 4000 Läuferinnen und Läufer nehmen ihn jeweils unter die Füsse – die meisten von ihnen kommen wohl ein wenig erschöpft, aber glücklich und um eine unauslöschliche Erfahrung reicher am Ziel an.