Wissenswertes 

Ewiges Eis, wirklich?

Heerscharen von Touristen lassen sich jeden Sommer auf eisige Höhen im UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch hochfahren, um das einmalige Naturschauspiel der Gletscherwelt zu erleben. Von den 824 Quadratkilometern, die das Welterbe umfasst, sind 42 Prozent vergletschert. Diese grösste zusammenhängende Eisfläche der Alpen setzt sich aus 167 grösseren und kleineren Gletschern zusammen.

Das Herzstück bildet der grösste Alpengletscher, der Grosse Aletschgletscher. Aber auch andere Eisströme sind dominante Elemente des Welterbes (vgl. Bild 5 der Bilderstrecke). Diese Gletscher finden nicht nur wegen ihren Dimensionen Beachtung. Einige von ihnen sind auch von grosser wissenschaftlicher und wissenschaftshistorischer Bedeutung. So kann die Geschichte des Grossen Aletschgletschers rund 3500 Jahre zurückverfolgt werden, der Untere Grindelwaldgletscher ist bezüglich historischer Schrift- und Bildquellen der bestdokumentierte Gletscher der Alpen, und der Unteraargletscher gilt als Wiege der modernen Glaziologie. Dass dieses «ewige Eis» aber nur mehr oder weniger ewig ist, zeigt der dramatische und anhaltende Schwund der Alpengletscher seit dem letzten Gletscherhochstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts, verursacht durch die natürliche und in zunehmendem Masse auch durch den Menschen verstärkte Klimaerwärmung.

Die grössten Gletscher im UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch finden Sie in der Bilderstrecke.