Wissenswertes 

Wie Weilersiedlungen entstehen

Bellwald ist eine typische Weilersiedlung. Es ist dies eine Siedlungsform, die an den als «Berge» bezeichneten Talhängen des Wallis üblich ist.

Die im 8. und 9. Jh. einwandernden Alemannen entfalteten im Goms eine immense Rodungstätigkeit und sie liessen sich vorerst in Einzelhöfen nieder, aus denen mit dem Anwachsen der Sippen allmählich kleine Weiler- und Dorfsiedlungen entstanden sind. Erste urkundliche Erwähnungen Bellwalds stammen aus dem frühen 14. Jh. In dieser Zeit erfolgte die Loslösung von der Feudalherrschaft. 1394 schloss sich der «Bellwalderberg» zu einer «Bauernzunft» zusammen mit dem Ziel, sich von den bestehenden Abgaben loszukaufen. Daraus entwickelte sich die Gemeinde, die Burgerschaft, die 1555 die Burgerstatuten schriftlich niederlegte. Als eigentliche Dorfverfassung enthielt diese Satzung Bestimmungen und Vorschriften über die Anerkennung und den Erwerb des Burgerrechts, und sie regelten das wirtschaftliche Leben und die Landnutzung.