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Säumerweg Moos

Zur Zeit, als die Bewohner von Naters, Birgisch und Mund noch von der Berglandwirtschaft lebten und im Einklang mit den Jahreszeiten zwischen dem Heimgut im Tal, den Maiensässen und der Alpstufe hin und her wanderten, waren sie auf gut ausgebaute Wege angewiesen. Ein eindrückliches Zeugnis dieser Säumerwege gibt es zwischen Naters und dem Weiler Moos zu entdecken. Die Wege, welche in unzähligen Stunden als Gemeinschaftswerk der Bauern angelegt wurden, sind ein eindrückliches Zeugnis von Fleiss, Ausdauer und handwerklichem Können unserer Vorfahren. Wenn man bedenkt, dass die Erbauer keinerlei technische Hilfsmittel zur Verfügung hatten und alles in reiner Handarbeit erstellt wurde, ist dies als umso eindrücklichere Leistung anzusehen.

Gerade am Natischerberg wird man beim Begehen der Säumerwege Zeuge der tiefen Religiösität der Bergbauern. So finden sich alleine auf dem Gebiet der Pfarrei Naters (Gemeinden Naters und Birgisch) 56 sogenannte «Kapällini» (Bildhäuschen). Diese wurden meist auf Initiative der gläubigen Bewohner erstellt und sind oftmals dem Kreuz Jesu, der heiligen Familie oder dem heiligen Antonius gewidmet. Die Bildhäuschen sollten und sollen die Wanderer zu einer stillen Gebetsminute einladen.