Interessanter Ort 

Bergahornweg 6 - Die Alpwirtschaft im Reichenbachtal

Nachdem Sie das Gebiet Rufenen durchquert und entlang des Schiissbachs talwärts gewandert sind, erreichen Sie die Gschwantenmad. Die Besonderheit dieser Ahornweide ist, dass sich hier drei Spitzahorne in den Bestand gemischt haben. Wer findet sie? 

Die Weideflächen der Gschwantenmad gehören ebenfalls zur Alp Grindel, die wie die Alp Breitenboden eine Gemeinschaftsalp ist. Die Alpwirtschaft beruht auf einer jahrhundertealten Tradition. Während die Grünlandflächen im Tal im Sommer für die Heuproduktion genutzt werden, weidet das Vieh auf den Alpweiden. Die Alp Grindel ist in drei Bewirtschaftungsstufen (Stafel) organisiert. Der unterste Stafel ist die Gschwantenmad, deren Wirtschaftsgebäude Sie vor sich sehen. Zu Beginn der Alpsaison im Juni befindet sich das Vieh hier. Danach kommt es auf den mittleren Stafel (Mettlen und Chrüteren) und im Hochsommer schliesslich auf den obersten Stafel (Grindelfeld). Beim Alpabzug wird zunächst wieder der mittlere Stafel und zuletzt, von Ende August bis September, der unterste Stafel beweidet. Die Milch wird wie früher vor Ort zu Käse verarbeitet. Im Herbst wird der Käse bei der traditionellen «Chästeilet» unter den Bauern, entsprechend ihrem Viehanteil, aufgeteilt und ins Tal gebracht. 

Wer höflich anklopft darf bei der Hütte der «Bäuert-Meiringen» (siehe roter Kreis auf der Karte) einen Blick in den Käsekessel werfen. Der Senn Hans Kohler-Egger zeigt Ihnen gerne seine «Schluckkellen» aus Bergahornholz, die er für die Käseproduktion verwendet.

Die gesamte Broschüre zum Bergahornweg kann hier heruntergeladen werden.