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Bergahornweg 1 - Der Bergahorn

Der Bergahorn

Kurz nach der Abzweigung von der Strasse hat man einen guten Blick auf den dicht mit Ahornen bestockten Sonnenhang im Bereich der Brochhütte. Dieser Hang trägt die Flurbezeichnung «Ahoren», ein Hinweis darauf, dass dieser eindrückliche Bergahorn-Bestand schon seit alters her vorhanden ist.

Der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) ist von den vier einheimischen Ahorn-Arten die häufigste. Er bevorzugt höhere Lagen und ist v.a. im Jura, dem östlichen Mittelland und den Nordalpen anzutreffen. In Europa kommt er südlich bis in die Gebirge Siziliens vor, fehlt jedoch im Norden. Der Bergahorn kann ein stattliches Alter von über 600 Jahren erreichen. Prachtexemplare werden bis zu 40 m hoch und können einen Stammdurchmesser von 2 m aufweisen. Im Alter von 20 bis 30 Jahren blüht er das erste Mal. Die Blüten produzieren Nektar und werden von Insekten (u.a. Bienen) bestäubt, die diesen sammeln. Im Gegensatz zu den Früchten, die mit Hilfe des biologischen «Helikopters» vom Wind verbreitet werden, sieht man die unauffällig gelbgrün gefärbten Blüten selten, denn sie sitzen hoch oben im Baum. 

Früher wurde der Bergahorn wegen seinem lustigen Schattenwurf und seinem hellen Holz zu den «heiteren» Bäumen gezählt, die gegen alles Ungemach schützen. So versuchte man mit diesem Baum böse Geister, Hexen, Maulwürfe oder Blitzschläge von Haus, Hof und Feld fernzuhalten. Heute hat der Bergahorn diese Bedeutung verloren. Die spezielle Ausstrahlung von Ruhe und Sicherheit ist dem Baumriesen jedoch geblieben.

Die gesamte Broschüre zum Bergahornweg kann hier heruntergeladen werden.