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Bischofsschloss

Das Schloss auf der Flüe wurde im 12 Jh. erbaut und war Sitz verschiedenster Adelsgeschlechter im Oberwallis. Nach 1333 erwarb der damalige Bischof von Sitten / Sion  das Schloss, daher der heutige Name «Bischofsschloss». Das Schloss wurde damit Sitz der Bischöflichen Beamten und diente im 15. und 16. Jahrhundert zeitweise dem Bischof als Residenz.

Als Kardinal Matthäus Schiner am 11. Juni 1511 in das Schloss einzog, konnte ein Blutvergiessen zwischen der 3000 Mann starken Truppe von Jörg Supersaxo und den 4000 Getreuen Matthäus Schiners nur mit einigem Verhandlungsgeschick verhindert werden.

Zwischen 1974 und 1981 kaufte die Gemeinde Naters die Liegenschaft für rund CHF 220'000.- und bewahrte so die Reste des einstmals stattlichen Anwesens vor dem endgültigen Aus. Ein geplantes Jagd- und Naturmuseum konnte aus Kostengründen nie realisiert werden. Heute werden die Räumlichkeiten von Privaten zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt.