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Standseilbahn Reichenbachfälle

In der Nostalgie-Standseilbahn, die am 8. Juni 1899 in Betrieb genommen wurde, überwindet man spielend einfach jene rund 240 Höhenmeter, über die die Wassermassen des Reichenbachs hinuntertosen. Genau dies, nämlich den Reichenbachfall für ein breites Publikum zugänglich zu machen, war das Ziel der Initianten, die im Jahr 1896 die notwendige Konzession für den Bau vom Bundesrat erteilt bekamen. Die seit Beginn elektrisch betriebene Bahn hatte ein bewegtes Debut, mit finanziellen Problemen, zweifachem Konkurs, mehreren Besitzerwechseln und einer Betriebspause während des ersten Weltkriegs. 1922 übernahmen die Elektrowerke Reichenbach AG den Betrieb, 1930 wurde zum ersten mal die Antriebsanlage erneuert. In der Folge einer Inspektion im Jahr 1998 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen. Dabei wurden Seilbahnwagen mit den Holzaufbauten originalgetreu rekonstruiert und die grosse Bogenbrücke über den Reichenbach saniert sowie eine neu Steuerung eingebaut. Die Bahn erhielt dadurch das Rüstzeug um viele weitere Jahre durchzuhalten.