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Nordportal Lötschberg-Scheiteltunnel

Dies ist der Eingang zum 14’612 m langen Lötschberg-Tunnel. Der Bau wurde am 1. November 1906 in Angriff genommen. Der Weg bis zur Eröffnung war mit vielen Strapazen für die Bauarbeiter verbunden und wurde auch von tragischen Unfällen überschattet. Eines der Unglücke ereignete sich unter dem Gasteretal: am 23. Juli 1908 bei Kilometer 2.497 trafen die Mineure auf eine Quelle. Die nächste Sprengung löste einen Wasser- und Sedimentgesteinseinbruch aus, der 25 italienische Arbeiter in den Tod riss, nur 3 Arbeiter überlebten mit grossem Glück. Erst nach gründlichen Abklärungen wurde der Bau im Jahr 1909 fortgesetzt. Der Unglücksstollen wurde zugemauert und das Gasteretal mit einer grossen Schlaufe umgangen. Der damit verbundene Bau dreier Kurven hatte zur Folge, dass der Tunnel länger wurde als ursprünglich geplant. Am 31. März 1911 erfolgte der Durchstich des Lötschbergs. Nach dem weiteren Ausbau fuhr am 3. Juni 1913 die erste elektrische Eisenbahn durch den Tunnel. Die Eröffnung des Bauwerks war ein Meilenstein: vom Raum Bern wurde erstmals eine direkte Verbindung nach Süden geschaffen.